Ein Elfchen zum Muttertag

Der Ernst des Lebens


„Die drei in Deutschland verwendete Schulausgangsschriften sollen abgeschafft werden, weil wir heute kaum noch unsere (verbundene) Handschrift einsetzen. An ihre Stelle soll die neue Grundschrift treten, eine Blockbuchstabenschrift, die der kostenlos herunterladbaren Ernst_55 der Volksbanken Raiffeisenbanken ähnelt. Damit wird das Erlernen einer charakterbildenden Handschrift bald zur Privatsache, so wie das Erlernen eines Musikinstruments.“ (aus: www.fontblog.de)

Sei ruhig und komm bei, Oceana-Electra Auguste

Sprachmüll, der auf die Leben Unschuldiger abgewälzt wird: http://chantalismus.tumblr.com/
Bio-Chantalismus wird dort als gesellschaftliches Phänomen nicht ignoriert: Carl-Friedrich, Carl-Johann, Carl-Horst, Frank-Sigmar, Peer-Helmut, Siegbert, Freya-Elisabeth, …

Über Sinn und Wahnsinn in der Weihnachtszeit

Eigentlich sollte an dieser Stelle über die Notwendigkeit des Erwerbs eines Lego Star Wars Adventskalenders für 49,95 Euro nachgedacht werden. Geplant war ein Sinnieren über das Abwägen zwischen der vernünftigen Entscheidung, den klassischen Schokoladenkalender für sich stehen zu lassen – ein bescheidener Bilderkalender wird schon gar nicht mehr in Erwägung gezogen – und dem Akzeptieren, dass dieser verdammte Lego Star Wars Kalender nun mal darüber entscheidet, ob das Kind in der Hofpause mitreden kann oder nicht. Ja, ist ja schon gut. Der Kalender ist da, pädagogisch und weihnachtsbesinnlich eine Katastrophe, Konsumwahn usw. usf. Schon klar.
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Mitte Papa


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Der Teufel liegt im Prinzip.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP von 2009 haben sich die Koalitionspartner auf die Schaffung eines Betreuungsgelds in Höhe von 150,- Euro für diejenigen Eltern geeinigt, welche ihre unter dreijährigen Kinder zu Hause betreuen. Mit Eltern sind hier, fast schon überflüssig zu erwähnen, eigentlich Mütter gemeint. Die Regelung soll 2013 in Kraft treten, in jenem Jahr, in dem der Kitaplatz für die Kleinen zum Rechtsanspruch werden soll. Klingt zunächst einmal seltsam: Ein Rechtsanspruch auf Betreuung außer Haus und gleichzeitig eine kleine Belohnung, wenn Mutta noch ein oder am Besten zwei weitere Jahre nach der Geburt ihres Sprößlings am Herd bzw. am Rande des Sandkastens verbringt? Irgendwie widersprüchlich?
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Heidenspaß oder Höllenangst?

Im Nachbarhaus steht Besuch an und das Kind fragt. „Warum wollen so viele Menschen nicht, dass der alte Mann hierher kommt?
Seit Wochen laufen die Vorbereitungen, ab und zu unterbrochen durch einige kleine Demonstrantengruppen neben der Haustür, die irgendetwas Unverständliches skandieren und dazu vom Kassettenrekorder „Highway to Hell“  spielen. Vorgestern wurden die Gullis versiegelt und die Autos abgeschleppt. Jedes Blumengießen auf dem Balkon wurde von den argwöhnischen Blicken der Polizisten verfolgt.
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Ohne Worte:

Eva Hermann schreibt an Familienministerin Schröder.

efdepeh, Alta

Als mündige Verkehrsteilnehmerin mit neugierigem Kind, das, seit es lesekundig ist, auch alles liest, was auf Wänden und Straße herumsteht, fühlte sich Mutta kürzlich mit Folgendem konfrontiert: den Wahl-Graffitis der FDP an Fußgängerampeln und Straßenecken, guerillamäßig direkt auf den Asphalt gesprayt. Bloß schade, das Botschaft und Image derart stark divergieren.

Für eine Partei, die sich bislang in ihrer Kampagne ausdrücklich gegen Graffitis stark machte, trotzdem eine enorme emanzipatorische Geste.
FDP: „(…) Denn in nahezu jedem Winkel der Stadt sind sie zu sehen: illegale Graffiti-Schmierereien an Hauswänden und S-Bahnen, in Parks und U-Bahnstationen. Damit muss Schluss sein.
Die FDP-Fraktion wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Ihr Eigentum geschützt wird!“
Da fragt sich die aufmerksame Wählerin, ob die FDP die Asphaltflächen in Berlin-Mitte heimlich gekauft hat oder einfach nur den heimischen Wettbewerb unter den Graffiti-Entferner-Herstellerfirmen ankurbeln möchte.
Mutta hofft auf den nächsten Regenschauer, der alles Übel fortspülen wird.

Programm wählen

Noch 9 Tage bis zur Wahl. Laut aktueller Umfrage (Infratest dimap für rbb) sind die Themen Bildung und Schule für die Berliner deutlich wahlentscheidender als beispielsweise Wirtschaft und Arbeit.

Im Vorfeld der Wahl am 18. September zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen hat es sich Mutta auch angesichts von selten funktionsfähigen Smartboards, fehlendem Schulmobiliar und Horterziehermangel an des Kindes Schule zur Aufgabe gemacht, einmal nachzuspüren, welche ehrgeizigen Ziele sich die Parteien im Wahlkampf zur Verbesserung des bildungspolitischen Status quo in Berlin gesetzt haben.
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